Heckenschnitt

Hecke beim Nachbarn schneiden

Für den Schnitt der Buchen-, Liguster- und Buchsbaumhecken ist im Sommer der richtige Zeitpunkt. Aber auch für die meisten anderen Hecken wie Thuja, Eibe, Efeu, Berberitze und Feldahorn gilt diese Zeit. Dann haben die Vögel ihr Brutgeschäft meistens abgeschlossen. Sicherheitshalber sollte vor jedem Heckenschnitt kontrolliert werden, ob sich noch brütende Vögel in der Hecke befinden.

Grundsätzliches zum Heckenabstand

Wer die Hecke beim Nachbarn schneidet, sollte die regionalen gesetzlichen Bestimmungen kennen. Man kann sie telefonisch bei der Gemeinde oder beim zuständigen Amt der Stadtverwaltung erfragen.

Als Faustregel gilt: Bei einer Hecke bis zur Höhe von 1,80 m sollte der Abstand bis zur Grenze des Nachbargartens mindestens 50 Zentimeter betragen. Wächst die Hecke höher, dann gelten ab 2 m Höhe mindestens 70 Zentimeter Abstand zum Nachbarn als Pflichtdistanz.

Zeitpunkt und Werkzeuge zum Hecken schneiden

Ein bedeckter Tag eignet sich am besten für die Pflege der Hecken. Scheint die Sonne, dann kann es leicht zu Verbrennungen an den Schnittstellen kommen. Regenwetter begünstigt das Auftreten von Pilzerkrankungen.

Ob manuelle Heckenschere, Benzin-Heckenschere oder elektrisch betriebenes Werkzeug, die Heckenschere sollte gut geschliffen sein. Wer auf akkurate Linien Wert legt, findet es meist sinnvoll, nach einer Schablone zu schneiden. Auch Figuren werden nach einer Schablone geschnitten. Diese ist im Gartenfachhandel erhältlich.

Eibe, Liguster und Buchsbaum eignen sich sehr gut für den Schnitt nach der Schablone. Tier-Formen sind besonders beliebt in Gärten mit kleinen Kindern. Doch Vorsicht, die genannten Gehölze sind giftig! Gerade verlaufende Hecken können an einer Schnur, die zwischen zwei Holzstäben befestigt wird, entlang geschnitten werden.

So wird die Hecke beim Nachbarn geschnitten

Zunächst sollten kranke und überalterte Zweite und Äste entfernt werden. Manchmal müssen dicke Äste sogar heraus gesägt werden. Wer sich die Mühe macht, besonders lange Triebe zuerst gesondert abzuschneiden, tut sich nachher mit der Heckenschere leichter. Dann kann der eigentliche Heckenschnitt beim Nachbarn beginnen.

Die Hecke sollte idealerweise so gestutzt werden, dass sie sich nach oben hin verjüngt. Das fördert den Neuaustrieb im Inneren der Hecke und sie bleibt dadurch schön dicht. Wichtig ist es, nicht zu tief bis ins alte Holz zu schneiden, da sonst an dieser Stelle die Hecke nicht wieder neu austreibt.

Auch die Hecke des Nachbarn will gepflegt werden

Dazu gehört das Wässern bei Trockenheit. Auch eine Düngung im zeitigen Frühjahr mit einem Stickstoff betonen Dünger gehört dazu. Hierzu eignen sich Hornspäne ideal. Wer Kompost im Garten besitzt, kann die Hecke des Nachbarn damit versorgen. Kompost bietet für Hecken eine optimale Rundum-Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen.

Eine Mulchdecke aus leicht angetrocknetem Gras hält das Erdreich unter der Hecke feucht und unterdrückt das Unkraut. Wird mit gehäkseltem Gehölzschnitt gemulcht, sollten diesem Mulchmaterial zum Ausgleich Hornspäne beigemischt werden. Denn die Zersetzung dieses Mulchmaterials baut Stickstoff im Erdreich ab, welcher somit der Hecke nicht mehr zur Verfügung steht.