Hecke schneiden

Hecke schneiden: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Spätestens, wenn eine Hecke unansehnlich geworden ist, wird es Zeit, die Heckenschere hervorzuholen. Der Erfolg des Rückschnitts hängt allerdings davon ab, ob die Heckenschere zum richtigen Zeitpunkt angesetzt wird. Im Laufe eines Gartenjahres gibt es unterschiedliche Gelegenheiten zum Hecke schneiden. Der richtige Zeitpunkt ist abhängig von der Pflanzenart, aus der die Hecke besteht.

Der Pflanzschnitt

Neu angelegte Hecken werden nach dem Pflanzen stark zurück geschnitten, damit sie von unten dicht werden. Sie wachsen ohne Verluste an, wenn im Anschluss laufend kräftig gegossen wird. Der Pflanzschnitt ist vor allem bei Hainbuchen, Weißdorn und Buchen wichtig, die schwer anwachsen. Eine solche Hecke schneiden Sie um etwa die Hälfte zurück. Liguster und andere unempfindliche Heckenpflanzen können Sie unbedenklich um zwei Drittel ihrer Länge kürzen.

Wer Heckenpflanzen mit festem Ballen einsetzt, spart sich den Einsatz der Heckenschere unmittelbar nach der Pflanzung. Der Ballen entspricht in seiner Größe den oberirdischen Teilen, so dass die Pflanzen ohne Rückschnitt sicher anwachsen.

Für Hecken zum Formschnitt wie auch für Windschutzhecken ist der Oktober die beste Pflanzzeit, sofern es sich um Laub abwerfende Pflanzen handelt. Immergrüne Heckenpflanzen – insbesondere Nadelgehölze – werden besser Ende April oder im August gepflanzt.

Der Sommerschnitt

Wer im Sommer seine Hecke schneiden möchte, kann Ende Juni damit beginnen. Geeignet ist der Sommerschnitt vor allem für Laub abwerfende Pflanzen. Dabei wird nicht bis ins alte Holz geschnitten. Entfernt werden nur die Spitzen des Neuaustriebs.

Der Winterschnitt

Wenn Sie im Winter ihre Hecke schneiden, gehen Sie stark bis ins alte Holz zurück. Richtmaß sind zwei Drittel, die entfernt werden. Weil die Triebe zu dieser Jahreszeit spröde und brüchig sind, sollte die Heckenschere vor allem bei Laubgehölzen nur an frostfreien Tagen eingesetzt werden.

Hecken, die bei starkem Frost geschnitten werden, nehmen meist Schaden. Temperaturen von ein bis zwei Grad unter dem Gefrierpunkt sind jedoch nicht von Belang. Hecken aus Blütensträuchern dürfen im Winter nicht geschnitten werden, wenn ihre Blüten erfreuen sollen.

Empfehlungen zum Hecke schneiden bei ausgewählten Gehölzen

  • Bei Liguster-, Buchen- und Weißdornhecken kann die Heckenschere ohne Bedenken im Winter angesetzt werden. Um einen guten Frühjahrsaustrieb zu sichern, muss der Rückschnitt Ende Februar beendet sein.
     
  • Immergrüne Laubgehölzhecken – wie beispielsweise Feuerdorn, immergrüne Arten der Berberitze oder Kirschlorbeer – sollten erst Ende März/Anfang April gestutzt werden.
     
  • Hecken aus blühenden Sträuchern (zum Beispiel Forsythien, Weigelien oder Scheinquitten) werden meist gar nicht geschnitten. Ist ein Heckenschnitt erforderlich, wird die Heckenschere am besten erst nach der Blüte angesetzt.
     
  • Der beste Zeitpunkt zum Schneiden von Nadelhölzern ist der August. Bei Hecken aus Nadelgehölzen ist darauf zu achten, dass die Seitenwände sich nach oben etwas verjüngen. Andernfalls werden sie von unten kahl, weil nicht genug Licht dorthin gelangt.